#328 - „Das muss man Propaganda nennen” - Sahra Wagenknecht

#328 - „Das muss man Propaganda nennen” - Sahra Wagenknecht

{ungeskriptet} - Der Meinungsfreiheit verpflichtet. · 2026-09-02

Gast: Sahra Wagenknecht



"Todesengel der Demokratie", "Modergeruch der Zerstörung" — so wird Sahra Wagenknecht in diesen Tagen in deutschen Leitmedien beschrieben. Markus Lanz widmet ihr gar eine ganze Sendung und diskutiert 77 Minuten lang mit Journalisten über sie — ohne sie einzuladen.



Bei {ungeskriptet} spreche ich 3 Stunden MIT ihr, ohne Agenda.



"Wir haben keine plurale Presse mehr. Wir haben eigentlich in weiten Teilen auch keinen Journalismus mehr. Wir haben Propaganda", sagt die Gründerin des BSW im Gespräch mit mir.



Sahra Wagenknecht hat Die Linke verlassen, das BSW gegründet und damit etwas ausgelöst, was Medien und Altparteien offenbar nicht verzeihen: eine echte Alternative zur Brandmauer-Politik des bröckelnden “Machtkartells”.



Selbst die Fraktion ihrer eigenen Partei in Thüringen fiel ihr in den Rücken, biederte sich als Appendix der CDU an und verkaufte die eigene Haltung für etwas Regierungsverantwortung. Den Rücktrittsforderungen Wagenknechts gegenüber dem amtierenden Ministerpräsidenten Mario Voigt folgte das BSW unter Katja Wolf naturgemäß nicht.



Björn Höcke weiß diese interne Krise medienwirksam zu nutzen und unterbreitet der streitbaren Spitzenpolitikerin ein taktisches Angebot. Der Einladung zu einer offenen Diskussion in unserem Studio folgte der Thüringer AfD-Chef diesmal leider nicht.



Wie führt man ein so brisantes Gespräch möglichst, ohne zwischen die Fronten des Polit-Geschäfts zu geraten? Ich habe es versucht wie immer: mit Zuhören. Und Sahra Wagenknecht hat uns für 3 Stunden die Tür in ihre Welt geöffnet.



Im Gespräch mit mir erzählt sie, wie sie in Teilen zur Ausgestoßenen ihrer eigenen Partei wurde, warum Björn Höcke die öffentliche Debatte mit ihr meidet, warum sie die Grünen für die “gefährlichste Partei” hält, vor der zweiten Reihe der AfD warnt und weite Teile der Medien als Propaganda bezeichnet — und was sie in Sachsen-Anhalt anders machen will.



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KAPITEL:





(00:00:00) - Intro

(00:02:30) - BSW in der Krise: Thüringen, Höcke und die Ursprungsfehler

(00:23:43) - Der Wahlabend 2024 und der Zerfall der Parteiloyalität

(00:33:05) - Macht, Privilegien und die Korruption des politischen Systems

(00:52:29) - Das Misstrauensvotum und die mediale Hetzkampagne gegen Wagenknecht

(01:12:21) - Zwei autoritäre Lager: Kriegsgefahr, Hass und Radikalisierung

(01:27:43) - Sachsen-Anhalt vor der Wahl: AfD, Umfragen und Koalitionsfragen

(02:02:43) - Der dysfunktionale Staat: Wirtschaft, Gesundheit und Bildung

(02:32:47) - Lösungswege: Direkte Demokratie, KI-Politik und Parteien-Ranking



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Aufnahmedatum: 28. August 2026



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Der Meinungsfreiheit verpflichtet.Ich bin Ben. Ich habe mich aus der Geschäftsführung meines Unternehmens zurückgezogen, um das zu tun, was mir wirklich Freude macht: Tiefe Gespräche mit besonderen Menschen zu führen. Dabei geht es mir primär darum, zu verstehen, was ich noch nicht weiß. Die unterschiedlichen Gäste bei mir am Tisch ermöglichen mir, meinen Horizont zu erweitern. Mir ist egal, ob jemand links oder rechts steht, grün, weiß oder braun ist. Ich möchte verstehen, was ich von diesem Menschen lernen kann. Besonders reizen mich kontroverse Gäste: Was kann ich von einem Menschen lernen, der nicht der Norm entspricht? Da ich meine Podcasts nicht schneide, brauchen meine Gäste sich nicht sorgen, aus dem Zusammenhang geschnitten zu werden. Du erlebst Menschen bei mir also viel wahrhaftiger, als z.B. im TV. So entstehen Gespräche, die nicht nur mich, sondern (hoffentlich) auch dich weiterbringen.Bist du dabei?

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